Ein halber Tag am Berg
mit Zeit für die Mordaualm
Für die 8,8 Kilometer lange Runde plant ihr etwa zweieinhalb Stunden reine Gehzeit ein. Dazu kommen Aussichtspausen und die Einkehr. Mit einem längeren Aufenthalt auf der Alm würden wir uns vier bis fünf Stunden freihalten.
Der Weg ist als mittelschwer bewertet. Ihr überwindet insgesamt 313 Höhenmeter im Aufstieg und ebenso viele im Abstieg. Es gibt schmale Waldwege und mehrere Anstiege, auch auf dem Rückweg. Die Runde passt, wenn ihr gern ein paar Stunden zu Fuß unterwegs seid und Waldwege einer großen Gipfeltour vorzieht. Festes Schuhwerk gehört dazu, nach Regen können die Wege rutschig sein.
Durch den Bergwald
auf dem Weg Nummer 75
Ihr startet am Parkplatz der Hirscheck-Sesselbahn am Hochschwarzeck. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite folgt ihr der schmalen Asphaltstraße „Am Gseng“ ein kurzes Stück bergauf. Am gelben Wegweiser biegt ihr rechts auf den Weg Nr. 75 „Rund um den Schmuckenstein“ ab.
Über die Wiese geht es oberhalb des Schmuckenlifts vorbei. Bevor ihr in den Wald kommt, lohnt es sich, noch einmal stehen zu bleiben und zurückzuschauen: Nach Süden öffnet sich der Blick auf Watzmann und Hochkalter. Danach zieht sich der schmale Weg am Bergrücken entlang. Zwischen den Waldstücken geben lichte Stellen immer wieder den Blick auf die Berge frei.
Für einen warmen Sommertag ist der hohe Waldanteil angenehm. Nehmt trotzdem genug Wasser mit und richtet euch nach dem Wetter, besonders wenn es zuvor länger geregnet hat.
Brotzeit auf der Mordau
Käse vom Gschoßkaser
Oberhalb der Mordaualm kommt ihr aus dem Wald auf die offene Weidefläche. Die Alm liegt auf etwa 1.200 Metern im Lattengebirge. Drei Bauernfamilien bewirtschaften hier ihre Kaser, wie die Almhütten in der Gegend heißen. Über die Wiesen schaut ihr bei klarer Sicht zum Watzmann und zum Hochkalter auf der anderen Seite des Ramsauer Tals.
Für die Einkehr würden wir euch den Gschoßkaser empfehlen. Dort wird Bio-Käse aus der Milch der eigenen Almkühe hergestellt. Zur Brotzeit gibt es auch Speck- und Wurstwaren aus eigener Herstellung, dazu Almbutter und hausgemachten Kuchen. Nehmt euch dafür Zeit, bevor ihr wieder in den Wald und auf den Rückweg geht.
Die Bewirtschaftung folgt dem Almsommer. Wann die Tiere hinaufkommen und die Einkehr beginnt, hängt von Schnee und Graswuchs ab; gewöhnlich reicht die Saison bis etwa Mitte Oktober. Prüft die Öffnung für euren Ausflug vorher telefonisch beim Gschoßkaser unter +49 8657 317. Die Sommersaison 2026 ist bereits beendet.
Auf der anderen Seite zurück
Richtung Gsengschneid und Hochschwarzeck
Auf der Almfläche haltet ihr euch links Richtung Gsengschneid und Hochschwarzeck. So schließt ihr die Runde auf der anderen Seite des Schmuckensteins. Der Weg führt wieder durch den Wald und hat einige längere Anstiege, für die ihr nach der Pause noch Kraft einplanen solltet.
Oberhalb des Schmuckenlifts kommt ihr ins offene Gelände zurück. Von dort geht es bergab zum Ausgangspunkt an der Sesselbahn. Für diese Rundwanderung braucht ihr keine Bergbahnfahrt.
Zum Start am Hochschwarzeck
mit dem Auto oder mit Bus und Weiterfahrt
Parkplatz der Hirscheck-Sesselbahn
Schwarzecker Straße 80, 83486 Ramsau bei Berchtesgaden
Parkt an der Talstation der Hochschwarzeck-Bergbahn. Der Parkplatz ist Start und Ziel der beschriebenen Runde; beachtet die Parkregelung vor Ort. Die Mordaualm selbst ist nicht euer Ziel fürs Auto.
Mit dem Bus fahrt ihr zunächst mit der Linie 846 nach Ramsau. Für die Weiterfahrt zum Hochschwarzeck prüft ihr die Verbindung am Reisetag: Die Linie 845 hat einen eingeschränkten Fahrplan, aktuell fährt sie montags bis freitags an Schultagen. Eine weitere Möglichkeit ist der vorab gebuchte Fahrservice WatzMobil. Dafür fällt auch mit Gästekarte eine Servicepauschale an. Plant die Rückfahrt vor der Wanderung mit ein.
Ist die Runde mit Kindern geeignet?
Können wir mit dem Kinderwagen gehen?
Geht die Runde auch im Winter?
Aktualisiert am 30. Oktober 2026




