Die Festung Hohensalzburg über den Kirchen der Salzburger Altstadt und der Salzach

Ein Tag in Salzburg · 20 Minuten vom Lampllehen

Festung
Hohensalzburg

Unsere Zeitplanung
2–3 Stunden auf der Festung
Hinauf
Bahn oder Fußweg
Salzburg Card
Eintritt enthalten
Winter 2027
Revision beachten

Von den Plätzen der Altstadt schaut ihr zur Festung hinauf; oben liegt euch Salzburg mit seinen Kuppeln, Gassen und der Salzach zu Füßen. Wir würden den Besuch mit der Panorama-Tour beginnen und danach die Fürstenzimmer ansehen, bevor es zum Essen oder ins Kaffeehaus zurück in die Stadt geht. Für Aussicht, Höfe und Museen lohnt es sich, zwei bis drei Stunden freizuhalten.

Salzburg von oben

Am schönsten beginnt der Besuch mit einem Blick über die Mauern. Unten stehen die Türme und Kuppeln der Altstadt dicht beieinander, dahinter zieht die Salzach ihre Kurve durch die Stadt. Zur anderen Seite öffnet sich bei klarer Sicht das Bergland. Von hier oben könnt ihr viele der Plätze wiedererkennen, über die ihr gerade noch gegangen seid.

Für den ersten Besuch empfehlen wir euch die Panorama-Tour und die Fürstenzimmer. Dazu könnt ihr das Festungsmuseum oder das Zeughaus nehmen, je nachdem, was euch interessiert. Unser Zeitvorschlag von zwei bis drei Stunden gilt für den Besuch oben; Anfahrt, Wartezeit und ein längerer Spaziergang kommen dazu.

Mit der Bahn oder zu Fuß

Vom Kapitelplatz mit der goldenen Kugel seid ihr gleich an der Festungsgasse. Hier liegen die Talstation der Festungsbahn und der Beginn des Fußwegs nah beieinander. Mit der Bahn dauert die Auffahrt rund eine Minute. Durch die großen Fenster seht ihr, wie die Dächer der Altstadt unter euch zurückbleiben.

Wer gern geht, nimmt den Weg durch die Befestigungsanlagen hinauf. Er überwindet ungefähr hundert Höhenmeter und wird stellenweise ordentlich steil. Rechnet je nach Tempo mit etwa zwanzig bis dreißig Minuten. Für Schnee, Eis und nasses Pflaster braucht ihr passende Schuhe; der Aufstieg ist kein barrierefreier Ersatz für die Bahn.

Ein Wagen der Festungsbahn auf der steilen Schienenstrecke neben einer Festungsmauer

Bei den regulären Fußweg-Tickets ist die Talfahrt mit der Festungsbahn enthalten, wenn sie in Betrieb ist. Ihr könnt also hinauf spazieren und für den Rückweg die Bahn nehmen. Ihre letzte Talfahrt ist an der Bergstation ausgeschildert; sie entspricht nicht automatisch der Schließzeit der Museen.

Was wir uns ansehen würden
Panorama, Fürstenzimmer und ein Museum dazu

Die Panorama-Tour führt vom Salzmagazin über das Verlies hinauf auf den Reckturm. Hier lohnt es sich, etwas länger zu bleiben: Ihr schaut über die Altstadt hinaus auf das Salzburger Becken und bei guter Sicht bis zu den Bergen. Danach führt der Rundgang durch den Wehrgang weiter zum Salzburger Stier, der historischen Orgel der Festung.

In den Fürstenzimmern verändert sich der Maßstab. Draußen bestimmen Mauern und Türme den Eindruck, drinnen sind es das geschnitzte Holz, die Goldene Stube und die goldenen Sterne auf blauem Grund. Die spätgotischen Räume entstanden 1501 und 1502 für Erzbischof Leonhard von Keutschach. Besonders der große Kachelofen macht anschaulich, wie aufwendig die Wohn- und Repräsentationsräume ausgestattet wurden. Diese Zimmer sind für uns ein guter Grund, das All-Inclusive-Ticket statt Basic zu wählen.

Im Festungsmuseum geht es auch um das Leben innerhalb der Mauern: um Essen und Kochen, Wohnen, Handwerk und den Ausbau der Anlage. Wenn euch eher Rüstungen und Verteidigung interessieren, nehmt das Zeughaus dazu. Mit Kindern ist auch das Marionettenmuseum eine Möglichkeit. Wir würden die Auswahl nach Interesse treffen und dazwischen durch die Höfe gehen, statt jedes Museum in denselben Vormittag zu packen.

Welches Ticket passt?

Für einen ersten Besuch würden wir All-Inclusive nehmen. Damit seht ihr zusätzlich zu Panorama-Tour und Museen auch die Fürstenzimmer und das multimediale Magische Theater. Mit Berg- und Talfahrt kostet das für Erwachsene derzeit 3,70 € mehr als Basic. Wenn euch vor allem Aussicht und Museen interessieren, reicht auch das Basic-Ticket.

Festungseintritt mit BahnTarife 2026 · pro Person
All-InclusiveBahn hin und zurück, Panorama-Tour, Museen, Fürstenzimmer und Magisches Theater · Kinder 7,30 €19,20 €
BasicBahn hin und zurück, Panorama-Tour und Museen · Kinder 6,30 €15,50 €
Kinderpreise gelten von 6 bis 14 Jahren. Tarife für 2027 sind noch nicht bestätigt.
Zu Fuß hinaufTarife 2026 · pro Person
All-Inclusive Fußweggleiche Besichtigungen wie All-Inclusive · Kinder 5,60 €14,50 €
Basic FußwegPanorama-Tour und Museen · Kinder 4,90 €12,00 €
Die Talfahrt mit der Festungsbahn ist bei regulärem Betrieb enthalten. Während der Revision gibt es keine Bahnfahrt und keine Online-Tickets.

Mit der Salzburg Card braucht ihr für den regulären Besuch kein zusätzliches Festungsticket. Einmaliger Eintritt, sämtliche Museen und die Fürstenzimmer sind enthalten, ebenso eine Berg- und Talfahrt bei laufendem Bahnbetrieb. Als Einzelgäste könnt ihr direkt mit der Card hinein; ein Umtausch und eine vorherige Reservierung sind nicht nötig.

Ohne Card kauft ihr die Karten online, an der Talstation oder an der Fußwegkasse. Ein Online-Ticket spart euch den Kauf an der Kasse, garantiert aber keine sofortige Auffahrt. An vollen Tagen kann es an Bahn und Innenräumen trotzdem Wartezeiten geben.

Öffnungszeiten und Bahnrevision

Festung und InnenräumeGeprüft am 31. Oktober 2026
Januar bis April und Oktober bis Dezember9:30–17:00 Uhr
Mai bis SeptemberFestungsgelände8:30–20:00 Uhr
Mai bis SeptemberMuseen, Fürstenzimmer und Magisches Theater9:00–19:00 Uhr
Ostern und Adventwochenenden9:30–18:00 Uhr
24. DezemberInnenräume9:30–14:00 Uhr
Letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließung. Einzelne Bereiche können bei Schnee oder Eis vorübergehend geschlossen werden.

Danach durch die Altstadt

Nach dem Festungsbesuch würden wir in die Altstadt zurückgehen und uns den Nachmittag dort freihalten. Vom Kapitelplatz kommt ihr direkt zum Domplatz und weiter auf den Residenzplatz. Über den Alten Markt erreicht ihr die Getreidegasse, mit ihren Durchhäusern und den kleinen Verbindungen zwischen den Straßen. Sucht euch unterwegs ein Kaffeehaus oder bleibt länger beim Mittagessen.

Wenn ihr lieber noch oben im Grünen bleiben möchtet, könnt ihr von der Festung über den Mönchsberg Richtung Museum der Moderne weitergehen. Das ist ein zusätzlicher Spaziergang, für den ihr Zeit und passende Wegverhältnisse einplanen solltet. Im Advent lässt sich die Festung auch gut mit den Weihnachtsmärkten in Salzburg verbinden: erst Aussicht und Innenräume, später hinunter zu den Ständen rund um Dom- und Residenzplatz.

Vom Lampllehen nach Salzburg

Talstation Festungsbahn

Festungsgasse 4, 5020 Salzburg

Vom Lampllehen braucht ihr mit dem Auto etwa zwanzig Minuten nach Salzburg. Parkplatzsuche und der Weg durch die Altstadt kommen dazu; bis an die Festung könnt ihr nicht fahren.

Eine Möglichkeit ist die Mönchsberggarage. Von dort rechnet ihr mit rund fünfzehn Minuten zu Fuß bis zur Talstation. Alternativ könnt ihr am P+R Alpenstraße parken und mit dem Stadtbus ins Zentrum fahren. Für die Bahn und den Fußweg orientiert ihr euch am Kapitelplatz und der Festungsgasse.

Route in Google Maps

Wenn ihr vorab Fragen zum Zugang oder zum Betrieb habt, erreicht ihr die Festung unter +43 662 842430-14. Gerade während der langen Winterrevision lohnt sich das, wenn ihr Treppen und steile Wege vermeiden müsst.

Gut zu wissen

Lohnt sich die Festung auch bei schlechtem Wetter?
Die Innenräume und Museen bieten auch bei wechselhaftem Wetter genug für einen Besuch. Für den Blick über Salzburg lohnt sich ein klarer Tag. Bei Eis und Schnee können einzelne Bereiche gesperrt werden; der Fußweg bleibt steil.
Ist die Festung barrierefrei?
Teilweise. Bei laufendem Betrieb ermöglicht die Festungsbahn den barrierefreien Zugang nach oben. Terrasse und einzelne Bereiche sind zugänglich, weitere über einen Aufzug im Glockenturm. Viele historische Innenräume haben Stufen. Während der Bahnrevision entfällt der barrierefreie Zugang über die Bahn.
Kann der Kinderwagen mit?
Bei genügend Platz kann er mit der Festungsbahn mitfahren. Viele Museumsbereiche sind damit nicht zugänglich. Am Infopoint gibt es eine Abstellmöglichkeit; bringt dafür ein eigenes Schloss mit. Den steilen Fußweg würden wir nicht als Kinderwagenroute einplanen.
Braucht man mit der Salzburg Card eine Reservierung?
Als Einzelgäste nicht. Die Salzburg Card gilt direkt für die enthaltenen Leistungen. Warteschlangen an der Bahn sind bei hohem Andrang trotzdem möglich. Gruppen müssen ihre Bedingungen gesondert klären.