Salzburg von oben
Am schönsten beginnt der Besuch mit einem Blick über die Mauern. Unten stehen die Türme und Kuppeln der Altstadt dicht beieinander, dahinter zieht die Salzach ihre Kurve durch die Stadt. Zur anderen Seite öffnet sich bei klarer Sicht das Bergland. Von hier oben könnt ihr viele der Plätze wiedererkennen, über die ihr gerade noch gegangen seid.
Für den ersten Besuch empfehlen wir euch die Panorama-Tour und die Fürstenzimmer. Dazu könnt ihr das Festungsmuseum oder das Zeughaus nehmen, je nachdem, was euch interessiert. Unser Zeitvorschlag von zwei bis drei Stunden gilt für den Besuch oben; Anfahrt, Wartezeit und ein längerer Spaziergang kommen dazu.
Mit der Bahn oder zu Fuß
Vom Kapitelplatz mit der goldenen Kugel seid ihr gleich an der Festungsgasse. Hier liegen die Talstation der Festungsbahn und der Beginn des Fußwegs nah beieinander. Mit der Bahn dauert die Auffahrt rund eine Minute. Durch die großen Fenster seht ihr, wie die Dächer der Altstadt unter euch zurückbleiben.
Wer gern geht, nimmt den Weg durch die Befestigungsanlagen hinauf. Er überwindet ungefähr hundert Höhenmeter und wird stellenweise ordentlich steil. Rechnet je nach Tempo mit etwa zwanzig bis dreißig Minuten. Für Schnee, Eis und nasses Pflaster braucht ihr passende Schuhe; der Aufstieg ist kein barrierefreier Ersatz für die Bahn.

Bei den regulären Fußweg-Tickets ist die Talfahrt mit der Festungsbahn enthalten, wenn sie in Betrieb ist. Ihr könnt also hinauf spazieren und für den Rückweg die Bahn nehmen. Ihre letzte Talfahrt ist an der Bergstation ausgeschildert; sie entspricht nicht automatisch der Schließzeit der Museen.
Was wir uns ansehen würden
Panorama, Fürstenzimmer und ein Museum dazu
Die Panorama-Tour führt vom Salzmagazin über das Verlies hinauf auf den Reckturm. Hier lohnt es sich, etwas länger zu bleiben: Ihr schaut über die Altstadt hinaus auf das Salzburger Becken und bei guter Sicht bis zu den Bergen. Danach führt der Rundgang durch den Wehrgang weiter zum Salzburger Stier, der historischen Orgel der Festung.
In den Fürstenzimmern verändert sich der Maßstab. Draußen bestimmen Mauern und Türme den Eindruck, drinnen sind es das geschnitzte Holz, die Goldene Stube und die goldenen Sterne auf blauem Grund. Die spätgotischen Räume entstanden 1501 und 1502 für Erzbischof Leonhard von Keutschach. Besonders der große Kachelofen macht anschaulich, wie aufwendig die Wohn- und Repräsentationsräume ausgestattet wurden. Diese Zimmer sind für uns ein guter Grund, das All-Inclusive-Ticket statt Basic zu wählen.
Im Festungsmuseum geht es auch um das Leben innerhalb der Mauern: um Essen und Kochen, Wohnen, Handwerk und den Ausbau der Anlage. Wenn euch eher Rüstungen und Verteidigung interessieren, nehmt das Zeughaus dazu. Mit Kindern ist auch das Marionettenmuseum eine Möglichkeit. Wir würden die Auswahl nach Interesse treffen und dazwischen durch die Höfe gehen, statt jedes Museum in denselben Vormittag zu packen.
Welches Ticket passt?
Für einen ersten Besuch würden wir All-Inclusive nehmen. Damit seht ihr zusätzlich zu Panorama-Tour und Museen auch die Fürstenzimmer und das multimediale Magische Theater. Mit Berg- und Talfahrt kostet das für Erwachsene derzeit 3,70 € mehr als Basic. Wenn euch vor allem Aussicht und Museen interessieren, reicht auch das Basic-Ticket.
| All-InclusiveBahn hin und zurück, Panorama-Tour, Museen, Fürstenzimmer und Magisches Theater · Kinder 7,30 € | 19,20 € |
|---|---|
| BasicBahn hin und zurück, Panorama-Tour und Museen · Kinder 6,30 € | 15,50 € |
| All-Inclusive Fußweggleiche Besichtigungen wie All-Inclusive · Kinder 5,60 € | 14,50 € |
|---|---|
| Basic FußwegPanorama-Tour und Museen · Kinder 4,90 € | 12,00 € |
Mit der Salzburg Card braucht ihr für den regulären Besuch kein zusätzliches Festungsticket. Einmaliger Eintritt, sämtliche Museen und die Fürstenzimmer sind enthalten, ebenso eine Berg- und Talfahrt bei laufendem Bahnbetrieb. Als Einzelgäste könnt ihr direkt mit der Card hinein; ein Umtausch und eine vorherige Reservierung sind nicht nötig.
Ohne Card kauft ihr die Karten online, an der Talstation oder an der Fußwegkasse. Ein Online-Ticket spart euch den Kauf an der Kasse, garantiert aber keine sofortige Auffahrt. An vollen Tagen kann es an Bahn und Innenräumen trotzdem Wartezeiten geben.
Öffnungszeiten und Bahnrevision
| Januar bis April und Oktober bis Dezember | 9:30–17:00 Uhr |
|---|---|
| Mai bis SeptemberFestungsgelände | 8:30–20:00 Uhr |
| Mai bis SeptemberMuseen, Fürstenzimmer und Magisches Theater | 9:00–19:00 Uhr |
| Ostern und Adventwochenenden | 9:30–18:00 Uhr |
| 24. DezemberInnenräume | 9:30–14:00 Uhr |
Danach durch die Altstadt
Nach dem Festungsbesuch würden wir in die Altstadt zurückgehen und uns den Nachmittag dort freihalten. Vom Kapitelplatz kommt ihr direkt zum Domplatz und weiter auf den Residenzplatz. Über den Alten Markt erreicht ihr die Getreidegasse, mit ihren Durchhäusern und den kleinen Verbindungen zwischen den Straßen. Sucht euch unterwegs ein Kaffeehaus oder bleibt länger beim Mittagessen.
Wenn ihr lieber noch oben im Grünen bleiben möchtet, könnt ihr von der Festung über den Mönchsberg Richtung Museum der Moderne weitergehen. Das ist ein zusätzlicher Spaziergang, für den ihr Zeit und passende Wegverhältnisse einplanen solltet. Im Advent lässt sich die Festung auch gut mit den Weihnachtsmärkten in Salzburg verbinden: erst Aussicht und Innenräume, später hinunter zu den Ständen rund um Dom- und Residenzplatz.
Vom Lampllehen nach Salzburg
Talstation Festungsbahn
Festungsgasse 4, 5020 Salzburg
Vom Lampllehen braucht ihr mit dem Auto etwa zwanzig Minuten nach Salzburg. Parkplatzsuche und der Weg durch die Altstadt kommen dazu; bis an die Festung könnt ihr nicht fahren.
Eine Möglichkeit ist die Mönchsberggarage. Von dort rechnet ihr mit rund fünfzehn Minuten zu Fuß bis zur Talstation. Alternativ könnt ihr am P+R Alpenstraße parken und mit dem Stadtbus ins Zentrum fahren. Für die Bahn und den Fußweg orientiert ihr euch am Kapitelplatz und der Festungsgasse.
Wenn ihr vorab Fragen zum Zugang oder zum Betrieb habt, erreicht ihr die Festung unter +43 662 842430-14. Gerade während der langen Winterrevision lohnt sich das, wenn ihr Treppen und steile Wege vermeiden müsst.





