Blumenbeete und Brunnen im Mirabellgarten, dahinter die Domkuppeln und die Festung Hohensalzburg

Ein Tag in Salzburg · 20 Minuten vom Lampllehen

Schloss Mirabell
ein Garten mit Salzburg im Blick

Eintritt
Garten und Besichtigung frei
Unsere Zeitplanung
Etwa eine Stunde für Mirabell
Danach
Zu Fuß in die Altstadt
Im Winter
Teilbereiche geschlossen

Über die Blumenbeete des Mirabellgartens hinweg schaut ihr auf die Domkuppeln und hinauf zur Festung. Dazwischen liegen die Gassen, durch die ihr später bummeln könnt. Für euren ersten Tag in Salzburg ist das ein schöner Anfang: durch den Garten spazieren, im Schloss den Marmorsaal ansehen und anschließend über die Salzach in die Altstadt gehen. Garten und reguläre Besichtigung kosten keinen Eintritt.

Mit der Festung im Blick

Die geschwungenen Muster der Beete, die Wasserfontäne in der Mitte und die hohen, geschnittenen Hecken geben dem Mirabellgarten seine Form. Dahinter setzen die Türme der Altstadt und die Festung das Bild fort. Geht für diesen Blick auch zu den Stufen am Rosenhügel: Von dort lässt sich die lange Gartenachse besonders schön überblicken.

Geht danach auch zu den Seiten des Gartens, am Pegasusbrunnen vorbei und durch den Rosengarten vor der hellen Schlossfassade. Wenn ihr gern fotografiert, wechselt zwischendurch die Richtung. Der Blick zurück zum Schloss zeigt einen ganz anderen Garten als das bekannte Motiv mit der Festung.

Wer The Sound of Music kennt, wird am Pegasusbrunnen und an den Stufen zum Rosenhügel einiges wiedererkennen. Hier entstanden Teile der „Do-Re-Mi“-Szene mit Maria und den Kindern. Für Filmfans sind das zwei schöne Stationen auf derselben Gartenrunde. Auch ohne den Film ist der Blick von den Stufen über die Beete ein guter Grund, hierherzugehen.

Engelsstiege und Marmorsaal

Die helle Fassade von Schloss Mirabell mit grünem Dach hinter den Beeten des Rosengartens

Von außen wirkt Schloss Mirabell mit seiner langen, hellen Fassade beinahe zurückhaltend. Auf der Engelsstiege wird es barock: Figuren säumen die steinerne Balustrade, und oben wartet der Marmorsaal mit Säulen, Stuck und vergoldeten Details. Schaut euch auch den gemusterten Boden und die hohen Türen an, die den Raum gliedern.

Dass Treppe und Saal so aufwendig gestaltet sind, während das Schloss außen schlichter erscheint, hat einen Grund. Beim Stadtbrand von 1818 blieben beide erhalten; der übrige Bau wurde verändert wiederhergestellt. Heute hat hier die Stadtverwaltung ihren Sitz. Ihr besichtigt deshalb ausgewählte Bereiche und keine ganze Folge von Schlosszimmern.

Säulen, vergoldete Verzierungen und rot gepolsterte Stühle im Marmorsaal von Schloss Mirabell

Im Marmorsaal finden Trauungen und Konzerte statt. Wenn er belegt ist, fällt die Besichtigung aus; auch die Öffnungszeiten sind enger als die des Gartens. Möchtet ihr unbedingt hinein, richtet den Besuch nach dem Saal aus und geht davor oder danach durch den Garten. Ein abendliches Konzert ist ein eigener Besuch mit separatem Ticket.

Mirabell im Lauf des Jahres

Für die farbigen Beete ist die warme Jahreszeit die richtige Wahl. Im Frühjahr wechseln die ersten Blüten zu Tulpen und Narzissen, später wird für den Sommer neu gepflanzt. Die Rosen vor dem Schloss geben der Runde noch einmal einen anderen Schwerpunkt. Der Garten verändert sich im Laufe der Monate; die Sommerfülle auf den Bildern solltet ihr im Winter nicht erwarten.

Dann treten die Wege, Hecken und der Blick auf die Altstadt stärker hervor. Der Hauptgarten bleibt zugänglich, Zwerglgarten und Heckentheater sind im Winter geschlossen. Für einen Wintertag passt deshalb eine kürzere Gartenrunde mit anschließender Schlossbesichtigung, sofern der Saal geöffnet ist.

Eintritt und Öffnungszeiten

Der Eintritt in den Mirabellgarten und die regulär zugänglichen Schlossbereiche ist frei. Ihr braucht dafür weder ein Ticket noch die Salzburg Card. Kosten entstehen erst, wenn ihr etwa ein Konzert besucht oder weitere Museen in der Stadt dazunehmt.

Garten und SchlossGeprüft am 31. Oktober 2026
Hauptgarten im WinterTäglich 7–22 Uhr
Hauptgarten im SommerTäglich 5–23 Uhr
Schloss und EngelsstiegeSonn- und Feiertage geschlossenMo–Sa, ca. 8–18 Uhr
MarmorsaalMontag, Mittwoch und DonnerstagCa. 8–16 Uhr
MarmorsaalDienstag und Freitag13–16 Uhr
Während Veranstaltungen ist der Marmorsaal nicht zu besichtigen. Für Samstag keine reguläre Saalbesichtigung einplanen. Im Garten gelten saisonale Teilsperren.

Weiter in die Altstadt
unser Vorschlag für den weiteren Weg

Verlasst den Garten Richtung Makartplatz. Gegenüber liegt Mozarts Wohnhaus; von hier geht ihr zur Salzach weiter. Vor dem Wechsel ans andere Ufer bietet sich eine Pause im Café Bazar an der Schwarzstraße 3 an. Zum Kaffee und Kuchen bekommt ihr hier den Blick auf die Altstadt gegenüber, bei passendem Wetter auch von der Terrasse.

Über den Makartsteg kommt ihr auf die andere Seite des Flusses und weiter zur Getreidegasse. Von dort könnt ihr durch die Altstadt zum Alten Markt und zu den Plätzen rund um den Dom schlendern.

Wenn ihr anschließend hinauf zur Festung Hohensalzburg möchtet, haltet dafür zusätzlich zwei bis drei Stunden frei und prüft den Bahnbetrieb. Im Advent führen die Weihnachtsmärkte in Salzburg weiter zu den Ständen auf Dom- und Residenzplatz.

Anreise nach Mirabell

Schloss Mirabell und Mirabellgarten

Mirabellplatz 4, 5020 Salzburg

Vom Lampllehen sind es mit dem Auto etwa zwanzig Minuten nach Salzburg. Rechnet Parkplatzsuche und den Fußweg zum Garten dazu. Der Mirabellplatz liegt auf der rechten Salzachseite; für die beschriebene Runde wechselt ihr später zu Fuß über den Fluss.

Route in Google Maps
Lohnt sich Mirabell auch an einem Sonntag?
Für den Garten ja. Schloss und Engelsstiege sind an Sonn- und Feiertagen geschlossen; auch den Marmorsaal könnt ihr dann nicht besichtigen. Wenn euch die Innenräume wichtig sind, wählt einen passenden Werktag.
Ist der Mirabellgarten mit Kinderwagen oder Rollstuhl zugänglich?
Der Garten bietet barrierefreie Zugänge; auch für das Schloss gibt es einen barrierefreien Zugang. Die Engelsstiege selbst ist eine historische Treppe. Bei der Runde müsst ihr die Stufen zum Rosenhügel nicht mitnehmen.
Braucht man für Mirabell die Salzburg Card?
Nein. Garten und reguläre Besichtigung sind kostenlos. Die Card wird für andere, kostenpflichtige Ziele in Salzburg interessant; Konzerte im Marmorsaal sind nicht Teil der kostenlosen Besichtigung.